Berlin

Brauhaus in Spandau:

Lage: Neuendorfer Str. 1, 13585 Berlin. Spandau? Am Olympiastadion vorbei und dann noch sehr weit. Das Brauhaus ist noch eine Viertelstunde Fussweg durch die Spandauer Altstadt von der S-Bahn entfernt!
Service: Service klappt vor allem in Thekennähe ausgezeichnet. Wie man dem anhängigen Flyer entnehmen kann (Bilder 5/6), gibt es hier auch zahlreiche Aktionen, und das nicht nur zur Fussball-WM. Leider gibt es ein Frühstück nur Sonntags...
Preis/Leistung: Havelbräu zum Aktionspreis (0,4l/2,80 Euro), ansonsten 0,2l/1,55 und 0,4l/3,10 Euro. Ebenso das Spezial! Das Essen ist deftig und sehr gut (Kassler 8,50 Euro, Brauhausteller 9,50 Euro [Bild 4].
Fazit: Ist die beschwerliche Reise wert!
Letzter Besuch: November 2006
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Ohne Klofrau

Brauhaus Mitte:

Lage: Karl-Liebknecht-Str. 13, 10178 Berlin. Als Teil eines kleinen Einkaufszentrums am Nabel von Ostberlin Nähe Alexanderplatz gelegen.
Service: An der Theke stehen zwei etwas hilflose Herren zum zapfen und verteilen (auch für die Kellner), die gelegentlich von einem Spüler unterstützt werden. Bis man die Karenzzeit der Ignoranz überwunden hat, und sein erstes Bier bekommt, kann es dann wirklich dauern! Ist aber auch egal, weil die meisten Gäste eh Touristen sind und nicht mehr wiederkommen! Musik: Udo Jürgens, Nicole u.a.!
Die Toilette ist übrigens erstklassig versteckt und Hinweisschilder sind konsequent vermieden worden! Dafür geht beim Toilettengang jedesmal die Küchentür auf, perfekte Planung nennt man das!
Preis/Leistung: Pils, Dunkel und Weizen gibt es als 0,3l (1,95 Euro) und 0,5l (3 Euro). Geschmacklich waren keine Highlights feststellbar, das Pils schmeckte ähnlich wie Dortmunder Union, das Weissbier war etwas besser. Die bayerisch deftige Speisekarte ist inhaltlich und preislich einem Brauhaus angemessen (Haxe mit Knödel und Sauerkraut 9,20 Euro), das Essen sah recht ordentlich aus.
Fazit: Servicewüste Deutschland? Nun gut, nicht nur im Osten!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Ohne Klofrau

Brauhaus Südstern:

Lage: Hasenheide 69, 10967 Berlin. 300m von der gleichnamigen U-Bahn-Station entfernt.
Service: Nach ein paar Startschwierigkeiten klappt das dann mit der etwas vorlauten Bedienung doch noch ganz gut. Die überwiegend gespielte Dudelmusik passt eigentlich weniger in ein Brauhaus, aber zum Frühstück gehts. Originell der Durchblick in den Braukeller durch Acrylscheiben (Bild 5). Die Toilette sollte von grossen Leuten vorsichtig aufgesucht werden! Vorne und hinten sind Biergärten...
Preis/Leistung: Vier Biersorten hausgebraut, hell, dunkel (0,2l/1,50 und 0,4l/2,60 Euro) Weisse (0,3l/2,10 und 0,5l/3,10 Euro), Spezialbier (zur Besuchszeit Dunkel mit Kaffee?!). Das Helle sieht erst etwas blass aus, aber schmeckt umso besser! Beim Weizen wird die dunkle Farbe wohl durch gerösteten Malz verursacht?! Grosse Frühstücksauswahl (2,50-6,60 Euro [Braumeisterfrühstück]) von 10-16 Uhr, aber in dem Viertel schlafen wohl die meisten Leute am Samstag um 13 Uhr noch?! Schade, denn das ist wirklich excellent und wer auf die zwei Scheiben Käse beim "Braumeisterfrühstück" verzichten kann, bekommt beim "Wurstfrühstück" schon eine Megaportion für 4,80 Euro (Bild 4). Ab 12 Uhr richtiges Essen und das zu vernünftigen Preisen für Berliner Verhältnisse (Leberkäse 6,90 Euro, eine Haxe mit Rotkohl und Knödeln 8,80 Euro!). Auf die Wochenkarte mit Mittagstisch gibt es dann wochentags nochmal 25% Rabatt.
Fazit: Immer eine Reise wert!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Ohne Klofrau

Casita de Cuba:

Lage: Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin. Versteckt in einem Hinterhof, den sog. Heckmannhöfen.
Service: Das Gebäude - eine alte Remise des Hofs - beeindruckt jedenfalls direkt durch das Ambiente. Mit dem Service läuft es dann etwas holprig, aber es hält sich noch in Grenzen. Bei Happenings steht Tanz und Spass gem. Karibikfreunden auf dem Programm; im Obergeschoss gibt es sogar eine Salsa-Tanzschule!
Preis/Leistung: Ein Bierchen (Warsteiner 2,30 Euro/0,3l und 3,60 Euro/0,5l) auch hier nicht sonderlich günstig! Franziskaner aus der Flasche dagegen nur 2,60 Euro. Die Cocktails leider ohne sichtbare Happy Hour, Besonderheit beim Long Island Ice Tea: die Cola wird am oberen Rand mit einer Frucht separiert; sieht aus wie ein Eisbecher mit Schokosauce! Die Gerichte aus der karibischen Küche sehen jedenfalls sehr ansprechend aus...
Fazit: Ganz nett und für eine gewisse Zielgruppe sicher optimal!
Letzter Besuch: November 2006
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Ohne Klofrau

Hoang:

Lage: Oranienburger Str. 65, 10178 Berlin. Der bekanntere Teil von Ost-Berlin.
Service: Vom Geruch her eher eine Garküche in Hong Kong, aber von der Grundeinrichtung eine gutbürgerliche Kneipe in den 60ern. Der Herr asiatischer Herkunft erkundigt sich baldigst nach den Wünschen und Essen wie Trinken steht zügig auf dem Tisch. Für Fussball gibts auch noch einen Fernseher auf der Theke.
Preis/Leistung: Radeberger oder Berliner Pilsener (hätte etwas kälter sein können!) vom Fass (2,30 Euro/0,3l und 3,50 Euro/0,5l) ist nicht sonderlich günstig. Die Ente mit scharfer Sauce für 7,90 Euro war ganz ordentlich und mit teils anderen Zutaten, als man sie vom Standard-Chinesen kennt. Mittagstisch bis 7,90 Euro mit Vorspeise bis 17 Uhr! Die Cocktails (3,90 Euro in der Happy Hour bis 22 Uhr) sind nicht zu empfehlen: ein kleines Glas mit viel Eis und in der Zusammensetzung sonst auch eher bescheiden.
Fazit: Für eine Mahlzeit zwischendurch ganz gut.
Letzter Besuch: November 2006
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Ohne Klofrau

Lemkes Spezialitätenbrauerei:

Lage: Dircksenstr., S-Bahnbogen 143, 10178 Berlin. 5 Geh-Minuten vom Alexanderplatz entfernt.
Service: An der Theke geht es hier nicht unbedingt schneller, weil der Zapfer i.d.R. erst auf Anweisung des Kellners tätig wird! Aber insgesamt klappt es. Die Musik ist trotz teilweise jungem Publikum eher älteren Semestern bekannt.
Preis/Leistung: Neben dem Lemke-Original (0,3l/2,30 Euro, 0,5l/3,70 Euro) gibt es Pils (0,3l/2,60 und 0,5l/3,90 Euro) oder ein Saisonbier. Das Herbst-Festbock (0,3l/2,80 Euro und 0,5l/3,90) hat jedenfalls hervorragend gemundet! Alle Biere unfiltriert! Das Essen ist nicht nur gut, sondern wird auch in ordentlichen Portionen geliefert. Die Pfannengerichte (Zwei Schweinerückensteaks mit Rahm-Champignons und Kroketten 12,30 Euro) sind nicht ganz so günstig, aber die "Spezialitäten aus der Lemke-Küche" machen das allemal wett (Leberkäse mit Bratkartoffeln, Setzei und Salat 5,90 Euro)!
Fazit: Um Längen besser als das benachbarte "Bierhaus Mitte"!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Ohne Klofrau

Restauration Gambrinus:

Lage: Linienstr. 133, 10115 Berlin. Am Start der Oranienburger Str. gelegen.
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-4 Uhr, Sonntag 15-4 Uhr.
Service: Der Besitzer "Gerhard Schroeder" ist zum Glück nicht verwandt mit dem erfolglosen Bundeskanzler. Der riesige Schrank hinter der Theke ist genau so urig wie die zahlreichen Bilder an den Wänden und der Service klappt 1a! Die Toilette ist schon sehr beengend, aber die Abbildungen vom "Kunsthandel der DDR" entschädigen für Einiges! Bei den hier häufig einkehrenden Engländern muss man erhebliche Abstriche machen; man kann deutlich sehen, wo die vorher schon überall waren!
Preis/Leistung: 6 Biere vom Fass (Berliner, Jever, Warsteiner, Köstritzer [0,3l/2,20 und 0,4l/2,70 Euro], Kilkenny [0,4l/2,80 Euro] und Schneider Weisse [0,5l/3,40 Euro]) zeugen von Vielfalt, wenn auch nicht von Schnäppchenpreisen! Die Speisekarte "mit Berliner Tradition" (z.B. Berliner Leber 8 Euro) ist mehr als interessant und das was aus der Küche kommt, sieht alles recht gut aus.
Fazit: Gutes Lokal in fragwürdiger Umgebung.
Letzter Besuch: November 2006 Ohne Klofrau

Rocco:

Lage: Am Zwirngraben 6-7, 10178 Berlin. Unter der U-Bahnstation Hackescher Markt.
Service: Gemütlich eingerichteter Torbogen unter der Bahnlinie mit Ambiente. Die Öffnungszeiten sind recht ausdauernd und der Service ist insgesamt OK. Die Verbindlichkeit kann dann schon mal nachlassen, wenn das vermutete Trinkgeld nicht hoch genug ausfällt!
Echtes Manko: die Toilette könnte (auch ohne Klofrau!) gepflegter sein!
Preis/Leistung: Vom Fass Warsteiner, Bitburger, Budweiser (ziemlich pilslastig?), Diebels (und es kann noch schlimmer werden!), Köstritzer und Weihenstephan zum Einheitspreis von 2,80 Euro/0,3l und 4 Euro/0,5l. Cocktail-Angebote der Woche (5,50 Euro) die sich qualitativ wirklich sehen lassen können! Frühstück (3,50-9 Euro), Pizza aus dem Steinofen in 26cm und 32cm (6-13 Euro) sowie zahlreiche richtige Gerichte (z.B. Roulade 10,50 Euro) runden das Angebot ab.
Fazit: Ein wenig auf "fein" gemacht, aber trotzdem ganz OK!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Ohne Klofrau

Ständige Vertretung:

Lage: Schiffbauerdamm 8, 10117 Berlin. An der Spree, gegenüber von der Haltestelle Friedrichstr.
Service: Die Überheblichkeit eines kölschen Köbes kann man hier stellenweise schon sehr gut an den Tag legen, aber bei Teppich im Gastraum und gepolsterten Thekenhöckerchen gibt es dann schon Abweichungen zu den Originalen der Domstadt. Dementsprechend ist auch das Publikm eher älter und hält sich für interessant. Das geht sogar soweit, dass die eine Kölschkneipe für Weinproben missbrauchen. Wenn zwischendurch die Erde zittert, ist das nur die Bahn von der Station Friedrichstr.
Preis/Leistung: Das Hauptgetränk heisst hier Gaffel-Kölsch und muss wohl einem Import/Export-Zoll unterliegen, wenn es 1,60 Euro/0,2l (Tisch 0,25l/2 Euro) kostet! Die Karte ist stellenweise Kölsch (Haxe, [warum glasiert?] 14,50 Euro, Himmel un Ääd 9,95 Euro) sowie Flammkuchen 8,90-9,90 Euro und es taucht gelegentlich das Wort "italienisch" auf, für die welche das haben müssen.
Fazit: Für Kölsche in der Diaspora ein Segen, aber viel zu teuer!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Mit Klofrau

Via Nova:

Lage: Revalerstr. 9, 10245 Berlin. Im Osten, Nähe Warschauer Bahnhof.
Service: Die netten Bedienungen sind auch im Hochlastbetrieb zügig bei der Sache gewesen und man fühlt sich hier schnell wohl. Die Raucher sind in einem luftgeschützten Hinterzimmer "geparkt", sehr schön!
Preis/Leistung: Radeberger oder Flensburger vom Fass kosten 0,4l je 3 Euro, Erdinger oder Köstritzer 0,5l/3,50 Euro. Bei Steak (13,50-15,50 Euro) wird es etwas teurer, aber man kann auch eine Pizza (5,50-8,50 Euro) essen, alles sehr lecker!
Fazit: Gute Adresse, versteckt aber dennoch zentral.
Letzter Besuch: Dezember 2008
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Ohne Klofrau

Yorckschlösschen:

Lage: Yorckstr. 15, 10965 Berlin. Stadtteil Kreuzberg, die Haltestelle Yorckstr. ist NICHT der nächste Haltestelle zum Lokal (2 Busstationen entfernt!).
Service: Hier gibt es sie, die "artgerechte Gasthaltung" und das "betreute Trinken"! Für Jazzfans dreimal in der Woche ab 21 Uhr das Mekka, wenn der geneigte Kneipengast es gerne etwas ruhiger hat, begibt er sich hier lieber tagsüber hin. Auf dem Fernseher im Nebenraum wird auch tagsüber das Livebild der auf der kleinen Bühne stehenden Tische übertragen! In der Sitztoilette sucht man nicht nur einige Zeit nach dem ungewöhnlich angebrachten Abzug; beim Verlassen wird wie bei Autobaubaustellen um Verständnis gebeten (Bild 3).
Preis/Leistung: Sechs Biersorten vom Fass, darunter dreimal Pils (2,20-3 Euro/0,4l), Gaffel-Kölsch (0,2l/1,40 Euro) und Schöfferhofer (03 Euro/0,5l). Suppen, Baguettes, Flammkuchen oder der Yorcki Porky, ein kleines Schnitzel auf Toast mit Käse überbacken (6 Euro), hier ist eigentlich alles lecker. Besonderes Augenmerk sollte man den wechselnden Tagesgerichten schenken, denn die Spanferkelkeule mit Steckrüben und hausgemachtem Kloss war einfach nur lecker (knapp 9 Euro, Bild 4)!
Fazit: Muss man gesehen haben, auch wenn man keinen Jazz mag!
Letzter Besuch: Oktober 2006
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Ohne Klofrau

Zur Altstadt:

Lage: Carl-Schurz-Str. 55, 13597 Berlin. Stadtteil Spandau, Fussgängerzone.
Service: Die Bedienung ist etwa zu zurückhaltend und für jedes Bier braucht es eine Aufforderung, aber das Lokal ist mehr als gemütlich und urig.
Preis/Leistung: Gaffel Kölsch aus der Leitung kostet hier nur 1,20 Euro und es schmeckt wie erwünscht, weil es GUT läuft! Hofbräu, Hasseschröder und Staropramen (0,3l/1,80) gehören zum Restprogramm.
Fazit: Ganz nett!
Letzter Besuch: November 2006
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Ohne Klofrau