Stuttgart

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Bierhaus West:

Lage: Seidenstr. 40, 70174 Stuttgart. Im Westen, 10 Min. zur Innenstadt.
Öffnungszeiten: Sonntag Ruhetag, Mo - Sa 11.00 - 01.00 Uhr.
Service: Eigentlich ein recht gemütliches Lokal, dem nur an der rustikalen Theke jegliche Barhocker fehlen. Nicht fehlen dort die üblichen Stammtischgespräche von Stammgästen, die auch am späten Nachmittag schon leichte Schräglage zur Schau stellen. Laut der stolzen Darstellung in gerahmten Bildern, war hier schon viel Prominenz zu Gast, u.a. Lothar Späth. Der Service ist etwas humorlos und für einen Rheinländer nur schwer verständlich, aber funktioniert ganz gut.
Preis/Leistung: Die Auswahl ist schon bei den Getränken sehr gross, jede Menge Pils von Köpi und Bitburger (0,3l/2,90 Euro) bis Pilsener Urquell (0,3l/3,80 Euro!) und auch hier eher unübliche Biere wie Dom Kölsch (0,2l/2,20 Euro!) oder Diebels Alt (0,33l/3 Euro). Auch die Auswahl an vier Erdinger Bieren will mit 3,80 Euro/0,5l erstmal bezahlt werden! Und so sind konsequenterweise auch die Mahlzeiten am ehesten im Preis deftig! Die überwiegend schwäbische Speisekarte fängt bei der toskanischen Linsensuppe (5,50 Euro) an, geht über Fleischküchle (11,90 Euro) bis hin zur Seezunge (28 Euro). Das Kotelett für 9,50 Euro hatte zwar nur einen Kartoffelsalat anbei, war aber insgesamt ganz in Ordnung.
Fazit: Für Leute mit zu viel Geld oder die gerne als solche gelten wollen, bestens geeignet!
Letzter Besuch: Oktober 2005
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Ohne Klofrau

Cafe Künstlerbund:

Lage: Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart. Draussen direkten Blick auf das Schloß
Service: Modernste Methoden werden zum Wohle des Kunden eingesetzt: Während die eine Mannschaft nur Bestellungen einsammelt, per PDA und Bluetooth an die Theke überträgt, sowie kassiert, zapft die zweite Mannschaft und verteilt. Professioneller geht es kaum und es funktioniert, vielleicht nicht immer am richtigen Tisch da keine Tischnummern aufgedruckt sind!
Preis/Leistung: Krombacher (0,3l/2,40 Euro), Höpfner Goldköpfle (gem. Karte himmlisch mild, aber kann gar nix, 0,4l/2,90 Euro), Höpfner Hefe-Weizen (Weizen-Gläser mit Henkel, aber deutlich besser 0,5l/3,10 Euro). Die Speisekarte passt eher zum Namen: Salate, Suppen, vegetarisch, aber schliesslich auch eine Räuberpfanne (9,60 Euro). Die Wochenkarte ist künstlerisch auf Pergament gebannt (z.B. Spargelcremesuppe 3,90 Euro), Frühstück 3,90-10,10 Euro.
Fazit: Wenn einen der Name nicht vertreibt, kann man hier trotz bevorzugter Lage ausgezeichnete Gastronomie erleben.
Letzter Besuch: Mai 2005
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Ohne Klofrau

Calwer Eck:

Lage: Calwer Str. 31, 70173 Stuttgart. Eine Parallelstr. zur Haupteinkaufsmeile, der Königsstr.
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-1 Uhr, Freitag 9-2 Uhr, Samstag 10-2 Uhr, Sonntag 10-1 Uhr, Feiertag 17-1 Uhr.
Service: Hinweise wie die "1. Lokalbrauerei" oder die "kleinste Hausbrauerei Stuttgarts" locken doch ganz erheblich. Nach dem Ersteigen des 1. Stocks rückt auch bald ein Kellner an, der erheblich schneller laufen kann als sein Frisur-Vorbild David Beckham.
Preis/Leistung: Einen Euro-Aufschlag musste das Calwer Eck nicht mehr vollziehen, die waren (zumindest bei Getränken) vorher schon viel zu teuer!. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein wohlschmeckendes Sommerbier (0,3l) mit 2,70 zu Buche schlägt, das 0,2l hausgebraute naturtrüb gar mit 1,70 Euro. Diese Spitzenwerte spiegeln sich auch bei anderen Getränken wieder, eine Tasse Kaffee kostet 2,40 Euro und auch ein Wässerchen mit 2,20 Euro kann da schnell getrübt werden.
Beim Essen sieht es zum Glück etwas besser aus. Die deftig-schwäbische Küche wird auch für andere Gaumen ergänzt und übersteigt nur selten 10 Euro. Viele Gerichte können ähnlich wie beim Heurigen am Eingang in einer Vitrine besichtigt werden.
Fazit: Tolles Lokal, aber in den Getränkepreisen zu gierig!
Letzter Besuch: Mai 2005
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Ohne Klofrau

Dinkelacker Brauerei Gaststätte:

Lage: Tübinger Str. 46, 70178 Stuttgart. Vom Zentrum aus ein paar Hundert Meter Richtung Brauereigeruch.
Service: Im nüchternen 70er-Jahre Ambiente gibt es bald das Hausgetränk aus der Produktionsstätte nebenan.
Preis/Leistung: Da Dinkelacker auch überregional vertrieben wird, haben es die meisten Leser sicher schon mal eingenommen?! Mein Geschmack ist es nicht und mit 3,10 Euro für ein grosses Pils wird es nicht sympathischer. Die Apfelschorle für 2,60 Euro ist aber auch keine Alternative...
Die Hauptgerichte bewegen sich zwischen 10 und 16 Euro und sehen immerhin akzeptabel aus.
Fazit: Für einen Brauereiausschank ein echt schwaches Bild.
Letzter Besuch: Juli 2002
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Ohne Klofrau

Hausbrauerei Schloßturm:

Lage: Plieninger Str. 100, 70567 Stuttgart. Weit weit raus im SI-"Erlebnis"-Centrum.
Service: Die erste Bestellung war etwas schwierig, weil gerade die Tageskarte gepinselt wird und die Kolleginnen trotz Unterbeschäftigung am Samstag nachmittag kein anderes Revier bedienen. Die Trallamusik ist auch nicht jedermanns Sache. Die Pelzstühle an der Theke wirken etwas deplatziert, der Biergarten lässt die Open-Air-Atmosphäre vermissen (Foto 3). Der kleine Märchenwald vor der Toilette findet jedenfalls bei den Kleinen regen Zuspruch. Schön auch die grossen Stehtischbereiche und die lange Megatheke. Aber eine Hausbrauerei als Bestandteil eines Protzhotels?!
Preis/Leistung: Pils 3,80 Euro/0,5l und 7,20 Euro/Mass, es schmeckt ganz gut obwohl ein bisschen warm, aber eben nicht besonders günstig. Die Spezialsorte "Urtyp" konnte auch geschmacklich nicht überzeugen. So schwierig die erste Bestellung war, der Spanferkelrollbraten ist so schnell gekommen, als ob die Bestellung erahnt wurde?! Qualitativ jedenfalls bei 10,40 Euro nicht ausreichend (Sauce bescheiden und Fleisch trocken).
Fazit: Bei der nicht gerade einfachen Anfahrt (per Bahn) muss man sich überlegen, ob das teure Bier es wert ist!
Letzter Besuch: Juli 2005
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Ohne Klofrau

Sophies Brauhaus:

Lage: Marienstr. 28, 70178 Stuttgart. Zentrum, Eingang über Sophienstrasse.
Öffnungszeiten: Mo-Do 11.30 - 01.00 Uhr, Fr-Sa 11.30 - 02.00 Uhr, So 10.00 - 24.00 Uhr. Juni, Juli, August Mo-Fr ab 16.00 Uhr.
Service: Eigentlich am Samstag abend im Juli etwas zu ruhig, aber eine tolle Theke! Der Service war gut, das Spezialbier "Frühling" leider nix!
Preis/Leistung: Das Hausbräu naturtrüb und Schwarzbier 0,4l/3,20 Euro, Hefeweizen 3,40 Euro. Essen schwäbisch, deftig und Flammkuchen selten über 10 Euro, Sonderangebote wie die Dienstägliche Schnitzeljagd (9,20 Euro) hören sich besonders interresant an; gleichwohl die Fritten o.ä für 2 Euro extra bestellt werden müssen.
Fazit: Nettes Lokal, aber auch hier die Preise zu hoch.
Letzter Besuch: Juli 2005
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Ohne Klofrau

Tü8:

Lage: Tübinger Str. 8, 70178 Stuttgart. Zentrum, der Eingang ist erst schwer zu finden, weil man nach der Beschilderung bei einem Italiener vor Spaghettis steht. Kellereingang wählen...
Service: Das eigentliche Brauhaus ist im mexikanischen Stil und heisst Hacienda. In einem abgedunkelten Kellerraum kann dann Fiesta gemacht werden, bei Jungesellenabschieden offensichtlich eine beliebte Adresse am Wochenende. Der Service war recht freundlich und schnell. Die Happy Hour bei den Cocktails kann man sich eigentlich sparen, weil kaum welche auf der Karte sind.
Preis/Leistung: Pils und Weizen 0,3l/2,40 Euro, Geschmackssache. Tacos, Nachos, Burritos bis 10 Euro, beim Fisch wird es dann teurer. Das Chili con Carne (6,80 Euro) war nicht wirklich scharf, und leider waren die mitgelieferten Tacos nur oben frisch und unten Gummi.
Fazit: Die stimmungsvollste Hausbrauerei Stuttgarts sollte noch an der Qualität der Produkte arbeiten.
Letzter Besuch: Juli 2005
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Ohne Klofrau

Zum Paulaner:

Lage: Calwer Str. 45, 70173 Stuttgart. Nähe Rothebühlplatz, sehr zentral.
Service: Drinnen sieht es wirklich einladend aus, draussen macht sich die zentrale Lage in Form einer grossen Strasse und regem Fussgängerverkehr eher negativ bemerkbar. Dennoch nimmt das Personal hurtig und in gebrochenem Deutsch die Bestellung auf. Viel trinkgeldverdächtige Begeisterung wird allerdings nicht entfacht...
Weniger appetitlich wirkten auch die Küchenbons, die erst kurz vor dem Servieren aus der Sauce gezogen wurden...
Preis/Leistung: Die bayerisch-deftige Karte wird mit ein paar schwäbischen Schmankerln ergänzt; neben der Tageskarte (hier gab es u.a. Strauss und auch eine Rinderzunge) war auch eine Pfifferling-Spezialkarte mit Gerichten zwischen 4 und 17 Euro zu finden, die beim reinen Lesen schon Appetit erzeugt. Die Preisstruktur beim Bier ist zwar nicht ganz nachzuvollziehen (2,45 € für 0,3l und 3 € für 0,5l Weizen), aber wer lesen kann, zahlt hier nicht zu viel.
Fazit: Hier kann man einkehren.
Letzter Besuch: Juli 2002
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Ohne Klofrau