Köln - I

Köln - I


Il Piatto:

Lage: Hohenzollernring 5, 50672 Köln. Direkt am Rudolfplatz.
Haltestelle
Rudolfplatz
Service: Schnell ist der Service hier nur, um den hereinkommenden Gästen im halbleeren Lokal einen Katzentisch zuzuweisen, weil sie nur zu zweit sind. Auf Getränke und Pizza wartet man dann schon erheblich länger.
Preis/Leistung: Bier gibt es jetzt nur noch in der Standardgrösse von 0,3l für 2,80 Euro. Da würde sich manche Diskothek für schämen! Und auch die Pizzen haben schon vor der Euro-Einführung enorme Inflationsraten hinnehmen müssen. Sie sind zwar immer noch gut aber 8 Euro für die kleine und 9,50 Euro für die grosse Pizza im Schnitt ist eindeutig zu teuer.
Fazit: Der Charme, der von diesem Lokal unter gleicher Führung und gleichem Namen in der Severinsstr. ausgegangen ist, wurde hier im Laufe der Jahre vollends zerstört.
Letzter Besuch: März 2002 Ohne Klofrau

Im Krug:

Lage: Ecke Lohsestr./Siebachstr., 50733 Köln. Mitten im Herzen von Nippes.
Haltestelle
Lohsestr.
Service: Immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen gibt es hier recht schnell ein Kölsch. Schwieriger wird es, wenn man die Sangria zur Mallorca-Party bestellt. Damit hat gegen 21.00 Uhr nämlich noch keiner gerechnet?! Jedenfalls war auch noch keiner in den Swimming-Pool vor der Tür gefallen...
Preis/Leistung: Die Preise sind jedenfalls mehr als günstig, egal ob von der Tageskarte oder aus dem normalen Repertoire. Die Frage ist dann wirklich, ob sich hier jemand zum Essen hin verirrt?!
Fazit: Für die Nachbarschaft ein preiswerter Aufenthaltsort.
Letzter Besuch: Juni 2002 Ohne Klofrau

Im Herrmuth:

Lage: Subbelrather Str. 221, 50823 Köln. Ecke Gürtel/Subbelrather Str.
Haltestelle
Subbelrather Str./Gürtel
Service: Verlaufen kann man sich hier nicht (Toilettensharing mit der benachbarten Mini-Pizzeria), also gibts auch schnell ein Kölsch. Neben grossen Stehtischen für den eher trinkfreudigen Gast gibt es auch fein eingedeckte Tischchen, die zum Essen locken sollen. Das Angebot hatte sich wohl leider einen Monat nach der Neueröffnung noch nicht rumgesprochen, denn es war an einem Mittwochabend eher nicht so viel los. Vor Jahrzehnten verfehlte eine Strassenbahn leicht ihre Schienen und landete mitten in der Eingangstür. Die hatte wahrscheinlich auch Durst?!
Preis/Leistung: Das Reissdorf-Kölsch aus der Leitung ist mit 1,15 Euro noch recht günstig, alternativ gibts auch Maisels aus der Flasche (3 Euro). Für die Küche zeichnet sich ein professioneller Koch verantwortlich, der eine Vielzahl kleiner und grösserer Speisen bezahlbar anbietet. Die Speisekarte ist mit interessanten Hintergrundbildern aus vergangenen Zeiten im Viertel versehen, vielleicht sollte nur der Herlitz-Ordner noch einem professionellen Einband weichen?
Fazit: Ganz nett!
Letzter Besuch: Januar 2006 Ohne Klofrau

Im Leuchtturm:

Lage: Mauritiussteinweg 70, 50676 Köln. Neumarkt Richtung Zülpicher Platz an der Bahn lang.
Haltestelle Mauritiuskirche
Öffnungszeiten: Sonntag geschlossen, Mo-Sa von 16:00 bis 01:00 Uhr.
Service: Der maritime Touch steckt nicht nur im Namen, Einrichtung, Bebilderung und auch die Speisekarte lassen keinen Zweifel am Hang zur See mitten in Köln aufkommen. So ist der mittelaterliche Taucherhelm als Zapfhahn sehr originell wohingegen der Rettungsring "D. Vaterland Düsseldorf" kein Highlight darstellt. Die Bedienung klappt jedenfalls bestens; allenfalls die Toilette könnte vielleicht mal etwas Renovierung gebrauchen...
Preis/Leistung: Vom Fass gibt es hier mittlerweile Reissdorf Kölsch, welches zum Preis von 1,20 Euro genau so viel kostet wie ein Ostsibirischer Telegrafenmastenwurzelschnaps (Eine Mixtur aus Chili, Pepperoni und Hagebutte, die einem den Hals wegätzt, aber die genaue Zusammensetzung wird nicht verraten!). Rund zwei Dutzend andere unbekannte Mixturen bis 2,80 Euro sind ebenfalls im Programm.
Ausserdem gibt es eine Karte mit recht günstigen Leckereien, die - wie nicht anders zu erwarten - überwiegend auf Fisch basieren. Die Matjes auf Schwarzbrot mit Salat und Zwiebeln garniert (6,50 Euro) waren jedenfalls echt super! Aber Vorsicht: es ist durchaus möglich, dass die Küche bereits gegen 20 Uhr schliesst! Dann gibt es nur noch Frikadellen oder ggf. Mettbrötchen...
Fazit: Empfehlenswert.
Letzter Besuch: Oktober 2008 Ohne Klofrau Raucherclub

Im Stiefel:

Lage: Zülpicher Str. 18, 50674 Köln. Kwartier Latäng/Studentenviertel.
Haltestelle
Zülpicher Platz
Service: Die Bedienung ist nicht gerade freundlich oder übermotiviert, aber irgendwann klappt der Transport dann doch auch an der Theke, wo sich jeder im Lokal anstellen muss. Nach einiger Zeit sind die Weizengläser aus, weil einige Gäste so frech waren, diese nicht zur Theke zurückzubringen!
Hier wurde in den letzten 20 Jahren so oft renoviert wie beim Lommi, nämlich gar nicht. Aber schliesslich passt abgeblätterte Farbe ja in eine Studentenkneipe! Die Toilette (wenn man zufällig die richtige erwischt hat?!) erweckt den Eindruck, dass sie nur noch durch Aufkleber zusammengehalten wird.
Auf Wunsch kann das schummerige Dunkel abends auch durch Fussball auf einer fantastischen Leinwand erhellt werden; wenn auch ohne Ton. Bei der Bundesliga ist unter den Sportkneipen ein dickes "NEIN" vermerkt, denn hier werden dann nur Gladbach-"Spiele" gezeigt.
Als weiterer Service locken hier bei Reaggie-Klängen gutbesuchte Unterhaltungsgeräte in Form von Flipper, Kicker und Billiardtisch.
Preis/Leistung: Das einzige Getränk vom Fass ist Gaffel-Kölsch (1,30 Euro), alternativ gibt es Becks (0,33l/2,30 Euro) und Schneider Weisse (0,5l/3 Euro).
Fazit: Ein Klassiker, der nach wie vor Verbesserungspotential aufweist.
Letzter Besuch: April 2004 Ohne Klofrau

Internationales Spezialitäten Restaurant Split:

Lage: Herbrandstr. 7, 50825 Köln. Direkt neben dem Ehrenfelder Bezirksrathaus.
Haltestelle
Venloer Str./Gürtel
Service: Schnell und auf den ersten Blick etwas muffig, ist aber gar nicht so gemeint.
Preis/Leistung: Die Getränke sind preislich OK (1,20 Euro für ein Kölsch [leider Gilden!] und 3.00 Euro für ein Weizen). Die Speisekarte sieht auf den ersten Blick etwas überteuert aus (alle Gerichte ca. 10-20 Euro), aber was man dafür bekommt, ist sein Geld wert. Man sollte viel Hunger mitbringen, denn die Portionen sind so gewaltig wie gut!
Fazit: Wenn man nicht gerade zwischen 15 und 18 Uhr Essen gehen möchte, eine gute Adresse.
Letzter Besuch: März 2002 Ohne Klofrau