Rund um Side


Side allgemein
Die Touristengegend hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt und wächst immer noch weiter. Der noch nicht so alte Flughafen in Antalya kommt bald schon wieder an seine Kapazitätsgrenze. Ganze Städte von kleinen Urlaubshäuschen werden hochgezogen, die teilweise den Strand nur noch mit dem Taxi erreichen können.
Das klassische Handeln ist seit der "Russeninvasion" hier nicht mehr überall erwünscht, viele Geschäfte haben ihre Artikel schon mit Schildern wie "5 T-Shirts 10 Euro ohne Handeln" ausgezeichnet. Handeln in der Gastronomie war schon vorab nur in seltenen Fällen möglich...
Frauen - besonders blonde - sind hier sehr beliebt. Auch "oben-ohne" wird mittlerweile in diesem Teil eines muslimischen Landes geduldet. Den Makel des Sextouristen sollte man nicht mehr alleinig den Männern auf dem Weg nach Bangkok anhängen, denn viele alleinreisende Frauen hier wissen genau was sie erwartet und was sie dafür ausgeben müssen, und das nicht nur wenn sie ihre "Eroberung" in die Strandbar ausführen...
Der Strand ist schier endlos und eignet sich hervorragend für Strandspaziergänge, die Strand-Restaurants sind dann auch für den "all-inclusive-Gast" ein willkommener Rastplatz.
Die Preise in der Gastronomie sind überwiegend konform, z.B. ein halber Liter Efes 2 Euro (1998=2 DM, Anpassung wie bei uns!), ein Hamburger 2,50 Euro oder eine Pizza 3,50-4,50 Euro. In Ausflugsgebieten ist mit Aufschlägen zu rechnen!

Hotel Vega (Side):

Lage: Etwas versetzt (2.Reihe) an der Hauptstr. von Side-Kumköy. Die zur Erreichung des Strandes notwendige Überquerung der Strasse kann vor allem für langsame Leute recht gefährlich werden, weil hier jederzeit überholt und auch recht schnell gefahren wird!
Ausstattung: Einzelzimmer gibt es hier nicht und so kann man sich auch als Alleinreisender über drei Schlafplätze freuen. Die Klimaanlage ist recht ruhig, aber der "Sat-TV" verfügt in Deutsch nur über ZDF, RTL, VOX, Viva und Super-RTL. Der Pool ist soweit in Ordnung (Dusche ist gut versteckt!) und am Strand kann man auch eine Liege nutzen (Getränke am Strand gegen Aufpreis). Was wirklich fehlt: Eine vom Restaurantbereich separierte Bar mit ein paar Hockern, vor allem weil auch im Restaurant nicht immer die Klimaanlage aktiviert ist. Eine Konstellation, die den all-inclusive-Gedanken schon ziemlich schmälert und oft dazu führt, sich lieber am Strand verpflegen zu lassen...
Service: Den beiden Herren von der Rezeption (Tagschicht) kann man im Gehen die Schuhe besohlen; Coolness ist oberstes Gebot! Schliesslich beschäftigen sie sich auch nur sehr ungern mit Gästen, die weder Landsleute sind noch weibliche Vorzüge im richtigen Alter haben.
Die Jungs im Restaurant- und Küchenbereich sind dagegen überwiegend freundlich und hilfsbereit (mit Ausnahme vom "Chefkellner", der erst am letzten Tag!). Die Verständigung in Englisch ist gut, deutsch eher weniger vorhanden. Die Art der Versorgung ist allerdings etwas seltsam: IM Restaurant werden Getränke gebracht (Essen selber holen), auf der Terasse werden Getränke selber geholt (hier gar kein Essen!). Besonders ärgerlich: ab 23.30 Uhr bekommt jeder nur noch ein Getränk, auch wenn üblicherweise einer pro Gruppe für alle holt! Anordnung des "Hotel-Managers" hiess es, wenn der Mann keine anderen Sorgen hat...
Auch die Putzfrauen sind gut drauf und bauen lustige Figuren aus Handtüchern unter Einbeziehung von Utensilien des Gastes (Bild 2), wenngleich sie ihren eigentlichen Job nicht wirklich gut machen (z.B. eine Trinkhalmhülle vom Vorgänger auf dem Fussboden die auch nach 10 Tagen an den Nachfolger geht!). Haben sie beim Erstbesuch den Hotelgast noch im Zimmer angetroffen, war das Zimmerpflegeprogramm damit in der Regel erledigt.
Qualität der Verpflegung: Das Essen ist zwar nicht überragend aber insgesamt schon in Ordnung! Tuborg, jeweils ein trinkbarer Weiss- und Rotwein (nicht bei Stromausfall!) sowie Raki gehören zum Angebot. Den Scotch im Programm muss man nicht wirklich mögen. Wenn man nur drei Sterne bucht, kann man eben keine fünf verlangen!
Fazit: Da hier überwiegend Last-Minute-Gäste für nicht zuviel Geld verweilen, sollte man sich nicht beschweren; es gibt aber VIEL bessere Hotels am Ort! Beim nächsten Mal wird es wohl ein anderes!
Letzter Besuch: Juni 2006
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Ohne Klofrau

Linda's Bar Restaurant Disco (Side)

(es gibt auch noch Linda's Parasailing, Linda-Travel, Linda's Hotel usw..)
Lage: Strand am Rand von Side Richtung Kumköy
Service: Die Vokabeln "Bitte" oder "Danke" sind hier zu den Fremdwörtern des Jahres gekürt worden! Der "Chef des Tages" könnte gut zur Kölner Türsteherszene gehören und der Kellner, welcher die Bestellung aufnimmt, kann gerade ein paar Worte englisch nuscheln und die sonst überwiegend freundliche und vertrieblich hilfreiche Art der meisten Türken hat der nichtmal aus der Ferne gesehen. Obendrein kommt er dreimal angewackelt während man noch die Karte studiert und danach lange Zeit gar nicht mehr! Dafür bringt der ausführende Kellner das Bier bei 20cm hohen Tischnummern an den falschen Tisch. Die Fritten beim Cheeseburger sind trotz 31 Grad Aussentemperatur fast kalt!
Fazit: Linda sollte vielleicht lieber eine Kantine bei der türkischen Armee aufmachen?!
Letzter Besuch: Juni 2006
1
Ohne Klofrau

Neumann's Beach Restaurant

Lage: Am Strand zwischen Kumköy und Colakli vor dem Einkaufs-Zeltdorf.
Service: Besonders schnell ist man hier allgemein nicht, aber beim 2. Besuch (wenn man beim 1.Mal ordentlich Trinkgeld gegeben hat!) immerhin etwas verbindlicher. Besonderer Vorteil: Hier kann man sich ganztägig zwischen "Sonne und Schatten" einen Platz aussuchen!
Preis/Leistung: Das Bier ist eiskalt, das Omelett war in Ordnung und die Hähnchenkeule (4 Euro) war zwar keine Keule, aber irgendwas vom Hähnchen und es hat ganz passabel geschmeckt.
Fazit: Wenn man beim Strandspaziergang am "Nüsse-Mann" heil vorbeigekommen ist, dann steht man das hier auch durch!
Letzter Besuch: Juni 2006 Ohne Klofrau

Tempo (Side)

Lage: Side-Kumköy, Strand
Service: Deniz, Hussein und das restliche Team schaffen es nicht nur, ihre Gäste gut zu bedienen, hier wird auch direkt eine freundschaftliche Beziehung aufgebaut, die man fast als fürsorglich bezeichnen kann. Die Spielchen zum türkischen Abend könnte man stellenweise als etwas kindisch empfinden...
Wenn übrigens nach Feierabend ein Dolmus (kleiner Bus) für die Heimreise angeboten wird, landet man garantiert in der Disco "Samata" an der Hauptstrasse.
Preis/Leistung: Neben dem üblichen Standard kann man hier auch Erdbeeren und/oder Eis zum Mittagessen einnehmen (ca. 2 Euro je nach Eismenge); eine echte Alternative zum Horrormarsch in der mittäglichen Sonne zum Hotel.
Fazit: Vom Umgang der Besatzung mit den Gästen ganz klar der Testsieger am Ort!
Letzter Besuch: Juni 2006
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Ohne Klofrau